frau meditiert am see

Was ist Meditation? – Eine einfache Erklärung für Anfänger

Vielleicht hast du schon einmal von Meditation gehört. Vielleicht hast du auch schon einmal gedacht: „Das würde ich gerne ausprobieren, aber ich weiß gar nicht, wie das geht.“

Meditation klingt für viele Menschen zuerst etwas kompliziert. Vielleicht stellst du dir jemanden vor, der lange im Schneidersitz sitzt, die Augen geschlossen hat und überhaupt keine Gedanken mehr hat.

Aber genau darum geht es beim Meditieren nicht.

Meditation kann viel einfacher sein. Du brauchst dafür keinen besonderen Ort und musst auch nicht stundenlang still sitzen. Meditation bedeutet vor allem, dass du dir bewusst Zeit für dich nimmst und deine Aufmerksamkeit für einen Moment nach innen richtest.

Was bedeutet Meditation eigentlich?


Meditation bedeutet für mich, bewusst innezuhalten und für einen Moment aus dem Alltag auszusteigen.

Es geht darum, dir Zeit für dich selbst zu nehmen, ruhiger zu werden und wahrzunehmen, was gerade in dir passiert. Deine Gedanken dürfen da sein. Du musst sie nicht wegschieben oder versuchen, an gar nichts zu denken.

Meditation kann ganz unterschiedlich aussehen. Du kannst still sitzen und deinen Atem beobachten, eine geführte Meditation hören oder dich auf eine bestimmte Körperempfindung konzentrieren. Es gibt nicht den einen richtigen Weg zu meditieren.

Vielleicht fragst du dich jetzt: Was genau passiert eigentlich beim Meditieren? Und wie kann ich damit anfangen?

Das kann zum Beispiel dein Atem sein.

Du setzt dich bequem hin, schließt vielleicht deine Augen und nimmst wahr, wie du ein- und ausatmest. Du beobachtest deinen Atem, ohne etwas verändern zu müssen.

Dabei wirst du merken, dass deine Gedanken immer wieder abschweifen. Vielleicht denkst du an deine Arbeit, an deine Einkaufsliste oder an etwas, das gestern passiert ist.

Das ist ganz normal.

Du machst beim Meditieren nichts falsch, nur weil Gedanken auftauchen. Gedanken gehören zu uns. Beim Meditieren geht es vielmehr darum, sie wahrzunehmen und deine Aufmerksamkeit ganz ruhig wieder zurückzubringen.
Deine Gedanken werden während der Meditation immer wieder abschweifen. Vielleicht denkst du plötzlich an etwas, das heute noch erledigt werden muss, an ein Gespräch oder an etwas, das gestern passiert ist.

Das ist völlig normal. Du bemerkst, dass deine Gedanken gerade woanders sind, und richtest deine Aufmerksamkeit wieder zurück auf deinen Atem oder auf das, worauf du dich konzentrieren möchtest.

Es geht also nicht darum, keine Gedanken zu haben. Es geht vielmehr darum, immer wieder zurückzukommen.


Meditation bedeutet also nicht, keine Gedanken mehr zu haben. Es geht darum, bewusst wahrzunehmen, was gerade da ist.

meditation meer

Wie funktioniert Meditation?

Meditation kann ganz unterschiedlich aussehen. Es gibt nicht nur eine richtige Art zu meditieren.

Eine einfache Möglichkeit ist die Atemmeditation. Dafür suchst du dir einen ruhigen Platz und setzt dich bequem hin. Du kannst auf einem Stuhl sitzen oder auf dem Boden. Du musst nicht unbedingt im Schneidersitz sitzen.

Dann richtest du deine Aufmerksamkeit auf deinen Atem.

Spüre, wie die Luft durch deine Nase einströmt. Beobachte, wie sich dein Bauch oder deine Brust beim Atmen bewegt. Danach nimm wahr, wie du wieder ausatmest.

Du musst deinen Atem nicht verändern. Beobachte einfach, wie er ganz von selbst kommt und geht.

Nach kurzer Zeit wirst du wahrscheinlich merken, dass deine Gedanken abschweifen. Vielleicht planst du schon den nächsten Tag oder erinnerst dich an ein Gespräch.

Wenn du das bemerkst, musst du dich nicht über dich selbst ärgern.

Du kannst einfach denken: „Da ist ein Gedanke.“

Und dann bringst du deine Aufmerksamkeit wieder zurück zu deinem Atem.

Genau das ist eine Meditation.

Du kannst schon mit wenigen Minuten anfangen. Vielleicht setzt du dich morgens für fünf Minuten hin oder nimmst dir am Abend ein paar Minuten Zeit, bevor du schlafen gehst.
Mit der Zeit kannst du ausprobieren, welche Form der Meditation zu dir passt. Es gibt zum Beispiel geführte Meditationen, Meditationen mit Musik, Gehmeditationen oder Meditationen, bei denen du deinen Körper bewusst wahrnimmst.

Du musst dabei nichts perfekt machen.

Was kann Meditation im Alltag bewirken?

Meditation kann dir dabei helfen, bewusster wahrzunehmen, was gerade in dir und um dich herum passiert.

Im Alltag sind wir oft mit vielen Dingen gleichzeitig beschäftigt. Wir denken über die Vergangenheit nach, planen die Zukunft, beantworten Nachrichten oder erledigen eine Aufgabe nach der anderen.

Dabei vergessen wir manchmal, einfach für einen Moment bei uns selbst zu sein.

Eine Meditation kann eine kleine Pause schaffen.

Du setzt dich hin. Du atmest. Du beobachtest deine Gedanken und Gefühle. Und für ein paar Minuten musst du nichts erledigen.


Das kann sich wohltuend anfühlen


Viele Menschen nutzen Meditation deshalb, um mehr Ruhe zu finden, bewusster mit Stress umzugehen oder sich selbst besser wahrzunehmen. Auch die eigene Aufmerksamkeit kann durch regelmäßiges Üben bewusster werden.

Meditation muss nicht jedes Mal gleich sein. An manchen Tagen fällt es dir leicht, zur Ruhe zu kommen. An anderen Tagen sind deine Gedanken vielleicht überall und du findest nur schwer in die Stille.

Beides ist völlig in Ordnung.

Du musst während der Meditation nichts erreichen und auch nicht versuchen, deine Gedanken loszuwerden. Es geht vielmehr darum, dir diese Zeit für dich zu nehmen und wahrzunehmen, was gerade da ist.

Mit der Zeit kann Meditation zu einem festen Moment in deinem Alltag werden, in dem du innehalten, durchatmen und wieder mehr bei dir ankommen kannst.

Vielleicht stellst du dabei auch fest, dass du deine Gedanken und Gefühle bewusster wahrnimmst. Du merkst vielleicht früher, wenn dir etwas zu viel wird oder wenn du eigentlich eine Pause brauchst.


Meditation darf einfach sein.
Du musst nicht wissen, wie man „richtig“ meditiert. Und du brauchst keine besondere Kleidung und keinen perfekten Meditationsplatz.
Du kannst einfach anfangen.


Setz dich für ein paar Minuten hin, schließe deine Augen, wenn es sich gut anfühlt, und beobachte deinen Atem.
Und wenn deine Gedanken abschweifen, ist das völlig in Ordnung.
Komm einfach wieder zurück.

Vielleicht wird diese kleine Pause mit der Zeit zu einem festen Moment in deinem Alltag – einem Moment, der nur dir gehört.

Einfach kurz raus aus dem Alltag,durchatmen und Zeit für dich haben.

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