Meine ersten Erfahrungen mit Meditation liegen schon viele Jahre zurück. Damals habe ich mit einem Buch von Jon Kabat-Zinn und einer dazugehörigen CD angefangen.
Das Buch hat mir den Einstieg erleichtert, weil dort schon vieles über Meditation erklärt wurde. Auf der CD war eine geführte Meditation. Ich wurde Schritt für Schritt durch die Meditation geführt. Das hat mir am Anfang sehr geholfen.
Trotzdem war es für mich erst einmal gar nicht so einfach.
Wenn du gerade erst mit Meditation beginnst und dich fragst, was Meditation eigentlich genau bedeutet und wie sie funktioniert, kannst du auch meinen Artikel „Was ist Meditation? Eine einfache Erklärung für Anfänger“ lesen. Dort erkläre ich die Grundlagen und gebe dir einen einfachen Einstieg in das Thema.
Meine ersten Erfahrungen mit Meditation
Mich hinzusetzen und einfach eine Weile ruhig zu bleiben, war für mich ungewohnt. Ich hatte viel Unruhe im Körper und natürlich auch viele Gedanken im Kopf.
Dazu kam dieses Gefühl: Jetzt bin ich hier ganz allein mit mir.
Die Meditation auf der CD dauerte ungefähr 15 bis 20 Minuten. Heute klingt das für mich gar nicht mehr so lange. Damals fühlte es sich allerdings sehr lang an.
Trotzdem habe ich schon nach kurzer Zeit gemerkt, dass mir die Meditation guttut. Ich wurde ruhiger und konnte das sowohl körperlich als auch in meinen Gedanken wahrnehmen.
Deshalb habe ich weitergemacht.
Durch Yoga wurde Meditation immer wichtiger.
Noch intensiver wurde meine Erfahrung mit Meditation, als ich selbst regelmäßig zum Yogaunterricht gegangen bin. Auch dort gehörte Meditation dazu.
Später habe ich während meiner Yoga-Ausbildungen noch viele weitere Erfahrungen mit Meditation gemacht. Besonders intensiv waren für mich die Meditationen während meiner Kundalini-Yoga-Ausbildung.
Dort haben wir teilweise bis zu zwei Stunden Mantra-Meditation gemacht.
Zwei Stunden zu meditieren, war natürlich eine Herausforderung. Aber gleichzeitig war es eine sehr kraftvolle Erfahrung.
Für mich fühlte es sich manchmal wie ein Reset an.
Ich bin dabei sehr nah mit mir selbst in Kontakt gekommen. Nach solchen langen Meditationen war da eine große Klarheit. Es ist schwer, genau zu beschreiben, wie sich das angefühlt hat. Ich glaube, manche Erfahrungen muss man einfach selbst machen.
Meditation bringt mich wieder mehr zu mir
Heute bedeutet Meditation für mich vor allem, wieder mehr bei mir anzukommen.
Ich merke, dass meine Gedanken nach einer Meditation nicht mehr so verstreut sind. Ich kann klarer denken, bin wacher und konzentrierter und kann mich besser auf eine Sache fokussieren.
Gleichzeitig nehme ich mich selbst bewusster wahr.
Während einer Meditation merke ich oft, wo meine Gedanken gerade sind. Manchmal wandern sie immer wieder zu einem bestimmten Thema. Gerade wenn etwas noch nicht geklärt ist oder mich beschäftigt, taucht dieses Thema immer wieder auf.
Und manchmal entsteht genau daraus etwas Neues.
Ich bekomme eine Idee oder eine Eingebung, wie ich mit einer Situation weitergehen könnte. Manchmal kommt mir auch eine Idee, was ich schreiben oder malen möchte.
Natürlich passiert das nicht jedes Mal. Aber ich finde es immer wieder interessant zu erleben, was auftaucht, wenn ich mir bewusst Zeit nehme und einfach einmal still werde.
Meditation muss nicht immer lange dauern
Heute versuche ich, möglichst jeden Tag zu meditieren.
Manchmal sind es nur fünf Minuten. Morgens oder abends. An anderen Tagen nehme ich mir mehr Zeit.
Und natürlich gibt es auch bei mir Tage, an denen es leichter fällt und andere, an denen viel Unruhe da ist.
Für mich geht es deshalb nicht darum, möglichst lange zu meditieren oder eine Meditation besonders gut zu machen.
Manchmal brauche ich einfach diese fünf Minuten.
Ich merke dann: Jetzt möchte ich kurz raus aus allem, was gerade um mich herum passiert, und wieder bei mir ankommen.
Was Meditation mit meinem Alltag zu tun hat
Ich glaube, dass mir die regelmäßige Meditation auch dabei hilft, im Alltag achtsamer zu sein.
Wenn ich während einer Meditation meinen Atem beobachte und merke, dass meine Gedanken abschweifen, übe ich gleichzeitig, meine Aufmerksamkeit wieder zurückzubringen.
Diese Übung nehme ich mit in meinen Alltag.
Ich versuche, einen Schritt nach dem anderen zu machen und Dinge bewusster wahrzunehmen. Natürlich gelingt mir das nicht immer.
Auch ich bin manchmal schon mit meinen Gedanken bei der nächsten Sache.
Aber ich bemerke es schneller.
Und genau das ist für mich ein wichtiger Teil von Achtsamkeit.
Was ich durch Meditation gelernt habe
Wenn ich heute auf meine ersten Meditationen zurückblicke, finde ich es interessant, wie sich meine Beziehung zur Meditation verändert hat.
Was sich damals ungewohnt und sehr lang angefühlt hat, ist heute etwas, das sich gut anfühlt.
Meditation hilft mir dabei, meine Gedanken bewusster wahrzunehmen, klarer zu werden und mich wieder mehr mit mir selbst zu verbinden.
Und vielleicht ist genau das für mich das Wichtigste:
Ich nehme mir Zeit für mich.
Ich muss dabei nichts erreichen. Ich muss nicht besonders ruhig sein und auch nicht versuchen, an nichts zu denken.
Ich darf einfach da sein und wahrnehmen, was gerade in mir passiert.
Wenn du gerade erst mit Meditation beginnst, möchte ich dir deshalb vor allem eines mitgeben: Hab Geduld mit dir.
Du musst nicht sofort 20 Minuten meditieren. Fang mit ein paar Minuten an. Deine Gedanken dürfen abschweifen und dein Körper darf unruhig sein.
Du übst nicht, perfekt zu meditieren.
Du übst, immer wieder zu dir zurückzukommen.

